
Darf Edelstahl in die Mikrowelle?
Edelstahl und Mikrowelle — und was mittags stattdessen funktioniert
Die Frage kommt fast immer mittags. Die Dose steht auf dem Schreibtisch, das Essen ist kalt, und in der Teeküche steht eine Mikrowelle.
Kurz überlegt man. Dann googelt man lieber einmal nach.
Gut so. Hier steht die Antwort.
Darf Edelstahl in die Mikrowelle?
Nein.
Das gilt für jede Edelstahldose, nicht nur für unsere. Metall gehört nicht in die Mikrowelle, und daran ändert auch die beste Verarbeitung nichts.
Was dabei eigentlich passiert
Eine Mikrowelle arbeitet mit Radiowellen. Wasser im Essen nimmt sie auf und wird warm.
Metall nimmt sie nicht auf. Es wirft sie zurück.
Zwei Dinge folgen daraus. Das Essen in der Dose bleibt kalt, weil die Wellen gar nicht erst hineinkommen. Und die zurückgeworfene Energie belastet das Gerät, an Kanten kann es dabei funken.
Deshalb steht in jeder Mikrowellen-Anleitung derselbe Satz: kein Metall. Das ist keine Eigenart von Edelstahl, sondern Physik.
Und im Backofen?
Da geht es.
Der Backofen arbeitet mit Hitze statt mit Wellen, und Edelstahl mag Hitze. Du kannst in unserer Brotdose sogar backen — Auflauf, Kuchen, Ofengemüse. Wie das geht, steht in den Rezepten für den Backofen.
Nimm vorher die Dichtung aus dem Deckel. Und den Deckel selbst lässt du draußen.
Drei Wege, das Essen trotzdem warm zu bekommen
Die Mikrowelle fällt also weg. Drei Möglichkeiten bleiben, und eine davon braucht mittags gar kein Gerät mehr.
Erstens: warm einpacken statt warm machen. Ein Thermobehälter hält dein Essen 14 Stunden heiß. Du füllst morgens die fertige Suppe ein und machst ihn mittags einfach auf.
Zweitens: umfüllen. Wenn die Mikrowelle da ist und benutzt werden soll, kippst du das Essen auf einen Teller. Die Dose bleibt daneben stehen.
Drittens: der Backofen. Zu Hause die entspannteste Lösung, und für die Dose die schonendste.
Welches Material darf denn nun rein?
Kurz sortiert, damit du es einmal beisammen hast.
Edelstahl: Mikrowelle nein, Backofen ja, Spülmaschine ja.
Glas: Mikrowelle ja, Backofen meist ja, schwer und zerbrechlich.
Kunststoff: Mikrowelle oft ja, Backofen nein. Und beim Erhitzen ist er genau das Material, das viele hinter sich lassen wollten.
Jedes Material kann etwas nicht. Bei Edelstahl ist es die Mikrowelle. Dafür hält er Jahrzehnte, nimmt keine Gerüche an und färbt sich nicht ein.
Der Kniff mit dem heißen Wasser
Wenn du den Thermobehälter nimmst, hol noch etwas mehr heraus.
Koch Wasser auf und füll es in den leeren Behälter. Fünf Minuten stehen lassen, ausgießen, dann erst das Essen einfüllen.
Der Stahl ist dann schon warm und zieht keine Wärme mehr aus deinem Mittagessen. Die 14 Stunden gelten übrigens auch ohne diesen Schritt — er legt nur noch etwas drauf.
Bleibt das Essen wirklich so lange heiß?
Ja, und zwar in allen drei Größen: 530, 730 und 1000 Milliliter.
Der Behälter ist doppelwandig und vakuumisoliert. Zwischen innen und außen liegt schlicht nichts, und durch nichts geht keine Wärme verloren.
Dasselbe funktioniert andersherum. 19 Stunden hält er kalt, weshalb im Sommer auch Eis darin mitfährt.
Und was ist mit der Spülmaschine?
Die ist erlaubt. Alle unsere Produkte sind spülmaschinenfest, auch die Dichtungen und die Bambusteile an den Deckeln.
Nimm die Dichtung vor dem Spülgang aus dem Deckel, dann wird die Nut darunter richtig sauber. Danach beides gut abtrocknen.
Mehr dazu steht in der Anleitung für die Brotdose.
Woraus die Dosen bestehen
Aus Edelstahl 304, auch 18/8 genannt. Innen ohne Beschichtung, dein Essen berührt also nur Stahl.
Die DEKRA prüft das Material jedes Jahr auf Lebensmittelechtheit und Bleifreiheit. Die Berichte liegen offen auf unserer Konformitätsseite.
Und wenn doch einmal etwas ist: 3 Jahre Garantie, weltweit. Jedes Teil gibt es außerdem einzeln nach — Dichtung, Deckel, Trenner, Bügel.
Wenn du dir unsicher bist
Dann probier es aus, nicht auf dem Papier.
60 Tage kannst du alles risikofrei testen, Rücksendung innerhalb Deutschlands kostenlos. Wenn dein Alltag mittags eine Mikrowelle braucht, merkst du das in zwei Wochen — und schickst die Dose einfach zurück.
Am ehesten passt der Thermobehälter, wenn dein Essen warm sein soll. Und die Brotdose, wenn es kalt sein darf.
